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Abschlussreise der Auszubildenden von Nussbaum Medien St. Leon-Rot und Bad Friedrichshall

Am 18.06.2010 machten wir, die fünf ehemaligen Azubis von Nussbaum Medien St. Leon-Rot und Nussbaum Medien Bad Friedrichshall uns auf den Weg um unsere Bundeshauptstadt Berlin unsicher zu machen. Wir, das waren Ramona Bergmann, Franziska Dörre, Tanja Markmann, Christina Schimmel und Manuel Steger und begleitet wurden wir auf dieser Reise von unserer Ausbilderin Frau Seitz, Frau Lutz und Herrn Nussbaum.

Noch etwas müde, aber auch voller Spannung was die nächsten vier Tage für uns bereithalten sollten, startete unsere Reise um 5.45 Uhr am Bahnhof Wiesloch-Walldorf. Der Plan im ICE von Mannheim nach Berlin noch ein kleines Nickerchen zu machen wurde von den Mitreisenden Fußballern des SV Niederbexbach zu Nichte gemacht, da es deren erklärtes Ziel war sich bis zum WM Spiel Deutschland-Serbien in die richtige Stimmung zu trinken und dies die entsprechende Lautstärke im Zug mit sich brachte. Nachdem uns auch noch Vandalismus-Schäden an den Gleisen eine Stunde Verspätung einbrockten waren wir alle froh um 13.00 Uhr endlich Berliner Luft schnuppern zu können.

Wir alle wurden im Vorfeld der Reise von verschiedenen Mitmenschen mit guten Ratschlägen versehen, der meist genannte war: „Nehmt bequeme Schuhe mit, mit unserem Chef muss man viel laufen“. Und diese Stimmen sollten Recht behalten wie uns schon unmittelbar nach der Ankunft am Berliner Hauptbahnhof klar wurde. Das schöne Wetter wurde genutzt um die Sehenswürdigkeiten, die auf dem Weg zum Hotel lagen, zu Fuß zu „erlaufen“. Vorbei am Bundeskanzleramt, dem Reichstag, dem Brandenburger Tor und entlang der Prachtstraße „Unter den Linden“ ging es, das Gepäck im Schlepptau, Richtung Gendarmenmarkt, wo unser Hotel lag. Wir alle waren froh über die Erfindung des Trolleys, sodass wir unsere Koffer nicht tragen mussten, die Rollen wurden allerdings auf dem teils holprigen Untergrund auf eine harte Probe gestellt. 
Frau Seitz hatte für unsere kleine Gruppe ein interessantes und unterhaltsames Programm auf die Beine gestellt, sodass wir uns keine Sekunde langweilen sollten und für jeden etwas Passendes dabei war.

Berlin nennt ca. 170 Museen sein eigen und natürlich ist es nicht möglich jedes zu besichtigen, doch dem Jüdischen Museum, dem Museum am Checkpoint-Charlie und dem Pergamonmuseum statteten wir einen Besuch ab. In allen drei Museen erhielten wir sehr spannende Führungen von sehr engagierten und motivierten Museumsmitarbeitern, von denen jeder auf seine eigene Art begeistern und mitreißen konnte. Im Jüdischen Museum erhielten wir viele Informationen über die jüdischen Traditionen und das Leben das Juden heute führen, im Pergamon-Museum standen wir beeindruckt vor dem nachgebauten Pergamon-Altar, dem Markttor von Milet und erfuhren viel über die griechische Mythologie und die Baukunst in der Antike. Im Gedächtnis wird uns allen die Führung im Mauermuseum bleiben, da wir hier auf einen Zeitzeugen und ehemaligen Fluchthelfer trafen, der uns viele seiner persönlichen Erfahrungen mit dem DDR-Regime schilderte und bei allen einen bleibenden Eindruck hinterließ. Er führte uns deutlich vor Augen, dass insbesondere wir jüngere Menschen aufpassen müssen, dass dieser Teil der DDR-Geschichte nicht in Vergessenheit gerät und idealisiert wird.
 
Natürlich durfte auch eine Stadtrundfahrt nicht fehlen. Diese erhielten wir von einem behandschuhten „Karl-Lagerfeld-Verschnitt“ der uns auf einer individuellen Tour im Mini-Van die üblichen Sehenswürdigkeiten zeigte, aber auch den ein oder anderen Insider-Tipp und kleine Anekdoten auf Lager hatte.  Auch für die Abendunterhaltung war bestens gesorgt. So machten wir eine Spreefahrt, um Berlin vom Wasser aus zu erkunden und sahen uns am nächsten Abend gemeinsam das Musical „Dirty Dancing“ am Potsdamer Platz an. Sicherlich war dies eher etwas für die Damen, die alle fast jedes Wort hätten mitsprechen können, doch auch die beiden Herren ließen es tapfer und ohne Gegenwehr über sich ergehen.
 
Am letzten Abend stand noch ein Besuch des Reichstagsgebäudes auf dem Plan. Dank der Einladung des Bundestagsabgeordneten Dr. Stephan Harbath hatten wir die Möglichkeit nicht nur die beeindruckende Reichstagskuppel zu sehen, sondern zuvor auch eine Führung durch die Gänge und Räumlichkeiten des Reichstages zu erhalten. So standen wir in den Fluren, saßen im Andachtsraum und nahmen auf der Besuchertribüne des Plenarsaals Platz. Gleichzeitig erhielten wir viele Informationen über den Alltag und den Ablauf im Bundestag, sowie über die Geschichte des Reichstagsgebäudes. Den Abend ließen wir in den Hackeschen Höfen beim Abendessen in einem Restaurant und einem netten Straßencafe ausklingen.

Im Programmablauf gab es auch die ein oder andere Stunde zur freien Verfügung und diese Zeit konnte von jedem nach eigenem Geschmack gestaltet werden. So zog es die meisten am Sonntagmittag zur East-Side-Gallery, der längsten Open-Air-Galerie der Welt. Hier wurden die Überreste der Mauer von zahlreichen deutschen und internationalen Künstlern  zum Gedenken an die Einheit 1989 bemalt und im Jahr 2009 restauriert. Auch ein kleiner Abstecher in eine der zahlreichen Strandbars entlang der Spree wurde gemacht, bevor wir uns wieder per pedes auf den Weg machten um den weiteren zahlreichen Berliner Sehenswürdigkeiten einen Besuch abzustatten. Vorbei an der Weltzeituhr am Alexanderplatz, dem Fernsehturm, dem Neptun-Brunnen und dem Roten Rathaus, dem Amtssitz des Berliner Oberbürgermeisters, führte uns unser Weg zum Berliner Dom. Hier lohnte sich nicht nur der Blick in das beeindruckende Innere, sondern auch der steile Aufstieg zur Domkuppel, wo sich uns ein wunderschöner Blick über Berlin bot. Der Montagmorgen stand ebenfalls zur freien Verfügung und wurde zum Shopping auf dem Kurfürstendamm genutzt.

Pünktlich um 15 Uhr trafen wir uns samt Gepäck am Hauptbahnhof um von dort aus die Heimreise anzutreten. Zufrieden und erschöpft kamen wir um 20.30 Uhr wieder in Mannheim an.

Wir danken Herrn Nussbaum für die tolle Zeit in Berlin. Wir haben viel gesehen, gelernt und erlebt und werden diese Abschlussfahrt sicherlich nicht so schnell vergessen. Aus Erfahrung können wir nun bestätigen: „Berlin ist eine Reise wert.“

 
 
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